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Samstag, 6. Oktober 2012

Exotismus - Nackedeis aus Nordafrika

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MEDIENTITEL:
Postkarte mit zwei jugendlichen Halbakten mit Beschriftung in französischer Sprache, um 1950

Donnerstag, 31. März 2011

C. Tornai - Im Haremshof

Ein alter Holzstich (Xylographie) aus einer illustrierten Zeitschrift (vermutlich nach einer Gemäldevorlage), zeigt die schwülstige, lasziv erotische Stimmung, die angeblich einst im Harem herrschte. Eine für den Orientalismus des 19. Jahrhunderts typische Darstellung. - Das Blatt entstand vermutlich um 1900 oder auch etwas früher.

C. Tornai: Im Haremshof (Scan kann durch Anklicken vergrössert werden.)

Freitag, 17. Dezember 2010

Orientalismus


Der Orient, das geheimnisvolle Leben im Harem und auch die europäischen Ambitionen in orientalischen Ländern, die seit den Tagen von Napoleon Ägypten-Expedition später in Koloniegründungen u.a. in Nordafrika mündeten, führten nicht zuletzt auch dazu, dass der Orientalismus als Modeerscheinung des 19. Jahrhunderts sich mit seinen malerischen Darstellungen in künstlerischer Form bis ins 20. Jahrhundert fortsetzte. Zumeist in europäischen Ateliers entstanden so auch Postkarten mit leicht bekleideten Damen in morgenländischer Gewandung, die zumeist mehr oder weniger subtil erotisierende Wirkung versprühen sollten. Wie auch schon an anderer Stelle erwähnt, dürften die ethnographischen Kompomenten hier allerdings von ungeordneter Bedeutung gewesen sein.

Sieben kolorierte Fotographien (höchstwahrscheinlich ursprünglich als Ansichtskarten vertrieben, genauere Angaben fehlen) seien hier als Beispiele präsentiert:

Völkerkundliches -- na, da bleiben denn doch einige Zweifel

Um das Jahr 1900 herum veröffentlichten zahlreiche Ansichtskartenverlage Postkarten mit mehr oder weniger entblössten Damen, die aufgrund ihres Aussehens wohl aus Afrika oder dem Orient stammten. Garniert waren diese Ansichten vielfach mit malerisch drappierten Stoffen, die das Exotische dieser angeblich völkerkundlichen Darstellungen unterstreichen sollten.



Solche völkerkundlichen Präsentationen hatten damals - während der Hochblüte des europäischem Imperialismus und Kolonialismus - durchaus Konjunktur. So 'importierte' der Hamburger Zoo von Hagenbeck z.B. Schwarzafrikaner und liess diese gegen Entgelt im Rahmen seiner Schau auftreten. Aus den Vereinigten Staaten kommend, besuchte der alte 'Büffelschlächter' Buffalo Bill mit einem ganzen Tross wild ausstaffierter Indianer mehrfach höchst erfolgreich Europa und trat dabei u.a vor der englischen Königin oder dem deutschen Kaiser auf.

In diesen Zusammenhang gehören die hier präsentierten drei schwarzweissen Ansichtskarten (zu denen weitere Angaben fehlen). Sie bieten mit ihrem Fokus auf den blanken Busen der abgebildeten Damen aber neben einer betonten Exotik viel Erotik für die Herren der zumindest offiziell eher prüden Zeit.